Als Ziel des Ratschlags wurde vereinbart: Gegenseitige Information über die jeweiligen Aktivitäten, Öffentlichkeitsarbeit nach dem Motto: „Der Armut ein Gesicht geben“ und die gemeinsame Durchführung von Aktionen. Im Rahmen des zweiten Treffens wurde die Durchführung einer „Sozialmeile“ und die Beteiligung an der geplanten bayernweiten Protestkundgebung am 13. November 2010 in Nürnberg vereinbart. Die Kundgebung in Nürnberg wurde mit 30.000 Teilnehmer*innen – bei sehr guter Beteiligung aus Erlangen – eine beeindruckende Manifestation. Der ersten Sozialmeile am 23. Oktober 2010 zwischen der Henkestraße und dem Schlossplatz folgte am 27. Oktober 2012 eine zweite Sozialmeile in der Nürnberger Straße entlang und auf dem Besiktas Platz. Zur zweiten Sozialmeile wurden unter dem Titel: „Gegen Sozialabbau – Wege aus der sozialen Spaltung“ Forderungen zur Sozialpolitik, zum Arbeitsmarkt und zur Bildungspolitik aufgestellt. Neben internen Treffen griff der Ratschlag seit Gründung mit öffentlichen Diskussionsveranstaltungen jeweils aktuelle sozialpolitische Themen auf.
In 79 Ratschlag-Treffen bis September 2026 wurde das Vorgehen des Ratschlags festgelegt. Der „Ratschlag für soziale Gerechtigkeit“ ist ein Beratungskreis der 55 Erlanger Mitgliedsorganisationen ohne Satzung und Vorstände mit lediglich einem Sprecher mit Koordinationsaufgaben.
In einer einjährigen intensiven Zusammenarbeit mit dem Sozialreferat der Stadt Erlangen wurde der „Teilhabebericht der Stadt ERlangen 2023“ erstellt. Seitdem fordert der Ratschlag die Realisierung der im Bericht benannten Handlungserfordernisse, was insbesondere durch die Finanzlage der Stadt behindert wird.
Darüberhinaus kämpft der Ratschlag in aktuellen sozialen Konfliktfeldern für die Durchsetzung sozialer Gerechtigkeit.